Jungfischermeisterschaft

Altendorf SZ 10.-11. Juni 2017

Alle zwei Jahre findet eine Schweizer Jungfischermeisterschaft statt. Cyril Lüscher, Denis Reinhard und Dominik Siegenthaler haben dieses Jahr den SFV Dürrenast vertreten. Für Dominik und Cyril war es bereits die dritte Teilnahme. Denis war zum ersten mal dabei und wusste deshalb nicht so genau was ihn erwartet. Nach einem Podestplatz vor vier Jahren in Zuchwil und dem Meistertitel vorletztes Jahr in Niedergesteln VS haben sich die Jungs auch für den heurigen Anlass sehr hohe Ziele gesetzt. Auch Coach Walter Künzler erwartete viel von den drei Jungfischern. So eine Titelverteidigung wäre schon sehr „geil“.

 

Als erste Disziplin war ein Postenlauf mit fünf Posten zu absolvieren. An zwei Posten waren Fragen zu beantworten und an den restlichen ging es um Geschicklichkeit.

Mit einer Castingrute musste ein Ziel getroffen werden
Mit einer Castingrute musste ein Ziel getroffen werden
Wer die Flasche gefangen hatte durfte weiterrennen
Wer die Flasche gefangen hatte durfte weiterrennen
Zum Schluss gings in die Höhe. Je mehr Harassen, desto mehr Punkte
Zum Schluss gings in die Höhe. Je mehr Harassen, desto mehr Punkte

Zur zweiten Disziplin fuhren wir quer über den Zürichsee zum Berufsfischer wo es ums Behändigen, Betäuben, Töten, Ausnehmen und Filetieren ging. Leider waren Betreuer nur auf Distanz erwünscht. Darum habe ich kein Foto von diesem Wettkampfteil ausser von der schönen Überfahrt.

Als letzter Teil am Samstag waren die Wurfdisziplinen mit Ziel- und Weitwurf an der Reihe. Unsere Paradedisziplin! Walter erwartete eine Topleistung von den Wettkämpfern. Nach dem Zielwerfen war er allerdings nicht mehr ganz zufrieden mit den Jungs, hatten alle doch beim Training konstanter geworfen. Auch nach dem Weitwurf, der dann wieder den Erwartungen entsprach, konnte sich Walter noch ein paar Minuten lang ein bisschen aufregen und sagte:“Morn müesst dir de vougas gäh wes no öppis söu wärde!“

Cyril hatte mit 49,90 Metern den längsten Wurf vom ganzen Wettkampf
Cyril hatte mit 49,90 Metern den längsten Wurf vom ganzen Wettkampf
Nach getaner Arbeit durfte eine Abkühlung nicht fehlen
Nach getaner Arbeit durfte eine Abkühlung nicht fehlen
Noch ein bisschen Artenkunde vor Ort für am Sonntag
Noch ein bisschen Artenkunde vor Ort für am Sonntag

Nach der Übernachtung im Pfadihus Lachen und einem guten und reichhaltigem Frühstück setzten wir unseren Wettkampf mit dem warscheinlich unbeliebtesten Thema fort. Die Artenkunde war wie erwartet nicht so ein grosses Problem. Aber die Gewässerökologie, die Krankheiten, die Bewirtschaftung und z.B. die „eigewanderten“ Krebse gaben schon mehr Kopfzerbrechen.

Höchste Konzentration
Höchste Konzentration

Zum Schluss mussten sie sich mit Montagen und den Materialkenntnissen befassen. Eine Sparte die eigentlich allen drei liegen sollte. Wie vermutet hatten sie bei diesem Posten keine grossen Probleme, ausser einem kleinen Abzug weil der Blutknoten nicht gehalten hatte.

Ist die Zapfenmontage gut ausgebleit?
Ist die Zapfenmontage gut ausgebleit?
Hält die Montage das Gewicht?
Hält die Montage das Gewicht?

Endlich ist der Wettkampf zu Ende. Wie weit hat es wohl gereicht? Schwierig zu sagen, da man fast keinen direkten Vergleich mit den anderen Teams hat. Also müssen wir uns bis zur Rangverkündigung gedulden.

 

Um die heisse Mittagszeit zu überbrücken und ein bisschen abzukühlen, gabs noch für diejenigen die alt genug waren ein Gratisbier vom Sechsspänner.

Nach dem Mittagessen begann nun endlich die lange erwartete Rangverkündigung. Nach diversen Dankesreden wurden die Rangierungen von hinten angefangen bekanntgegeben. Spannung pur!

Als wir nach dem siebten Rang immer noch nicht nach vorne mussten wurde es spannend. Einer der Jungs hielt es nicht mehr aus und konnte kurz bei einem anderen Team, das schon eine Rangliste hatte, einen Blick ergattern und hat gesehen dass die Tittelverteidigung geglückt ist! Auch Walter hat sich riesig gefreut dass es wieder zum Meistertitel gereicht hat.

Als Siegerpreis, nebst Pokal und Medaille, hat jeder der drei Jungs eine Fliegenrute mit Rolle und Kescher und einen viertägigen Fliegenfischerkurs mit Vollpension in Alt St. Johann an der Thur gewonnen. Viel Vergnügen!

 

Herzliche Gratulation!

 

Bernhard Siegenthaler